Salzbrand Perlen

Salzglasierte Perlen bzw. Keramik ist eine besondere Form keramischer Verarbeitung. Im Gegensatz zur üblichen Vorgehensweise, die Glasur auf die getrockneten und zuvor bereits gebrannten Perlen vor dem sogenannten Glasurbrand aufzutragen, entsteht die Glasur erst im Brennvorgang durch das Einbringen von Salzen und wird darum auch Anflugglasur genannt.

Der Ofen wird mit einer offenen Flamme (Holz, Kohle, Gas oder Öl) auf 1200° bis 1300°C befeuert. Sobald die Höchsttemperatur erreicht ist, wird Kochsalz durch verschiede Öffnungen in den Ofen eingebracht. Durch die Hitze verdampfen die Salzkristalle und setzen sich auf die Perlen. Das Natrium aus dem Kochsalz verbindet sich mit dem Quarz im Ton und es entsteht ein Silikat. Dieses Silikat, das die Oberfläche der Gefäße bedeckt, ist die Salzglasur. 

Die große Kunst bei der Salzglasur besteht darin, den richtigen Moment für die Salzzugabe zu finden. Je nachdem, wann das Salz hinzugefügt wird, kann die Oberfläche eine glänzende, feine und gleichmäßige bis hin zu einer orangenhautähnlichen Struktur haben. Die Farbe der Glasur hängt vom Eisengehalt im Ton und der Atmosphäre im Ofen ab. Das Farbspektrum ist generell geringer. Eine reduzierende Ofenatmosphäre führt zu Grautönen, bei einer oxidierenden Ofenatmosphäre entstehen braune Farbtöne in verschiedenen Nuancen. Ein Salzbrand dauert gut zehn Stunden.

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